Der erste Schnee – höchste Zeit für die Wechselatmung!

Der erste Schnee ist da. Ich schaue heute morgen aus dem Fenster und die Felder und Bäume tragen kleine, weiße Mützen. Super schön, aber auch eine Zeit in der wir gut auf unsere Gesundheit acht geben sollten. Erkältungen und Infekte machen die Runde. Auch in meinen Yoga-Klassen merke ich es daran, dass jede Woche der ein oder andere fehlt. Dabei bietet uns Yoga einiges an Unterstützung, um gut durch den Winter zu kommen. Viele der Asanas wirken positiv auf unser Immunsystem ein. Und gerade auch die Atemtechniken (Pranayama) helfen, dass unsere Atemwege frei und stark bleiben.

Eine der wichtigsten Atemtechniken ist die Wechselatmung. Sie hat im Sanskrit verschiedene Namen. Nadi Suddhi und Nadi Shodana bedeuten „Reinigung der Nadis“. Die Nadis sind die feinstofflichen Kanäle, die unseren ganzen Körper durchziehen und durch welche unsere Lebensenergie, das Prana fließt. Demzufolge können wir mit regelmäßiger Wechselatmung also unseren Energiefluss unterstützen und erhöhen.

Ein weiterer Name ist Anuloma Viloma, was soviel heißt wie „mit den Haaren und gegen die Haare (Loma = Haare) oder einfacher ausgedrückt „mit dem Strich und gegen den Strich.“ Das bedeutet, dass man in die eine Richtung und in die andere Richtung atmet.

So wie es unterschiedliche Namen für die Wechselatmung gibt, gibt es auch Unterschiede in der Ausführung. Ich will euch heute die einfachste Variante aus der Yoga-Therapie vorstellen – ohne Atem anhalten.

  • Sitze in einer bequemen, aufrechten Position, z.B. kreuz-beinig, im Fersensitz oder auf einem Stuhl oder Sitzball.
  • Bringe die rechte Hand in das sogenannte Vishnu oder Nasika Mudra.

    Vishnu (Nasika) Mudra
    Vishnu (Nasika) Mudra
  • Schließe sanft die Augen und spüre deinen Atem für einige Sekunden.
  • Schließe dann das rechte Nasenloch mit dem rechten Daumen und atme durch das linke Nasenloch tief aber entspannt ein (um zu schließen, drücke nur sanft in die kleine Kule auf dem Nasenflügel).
  • Jetzt schließe das linke Nasenloch mit dem rechten Ringfinger, öffne das rechte Nasenloch und atme ruhig und vollständig durch das rechte Nasenloch aus.
  • Atme jetzt tief wieder durch das rechte Nasenloch ein. Schließe es dann wieder mit dem Daumen, öffne links und atme langsam, gleichmäßig aus.
  • Das war eine Runde. Praktiziere für den Anfang 9 entspannte Runden zweimal täglich.

Schauen wir uns noch die mannigfaltigen Wirkungen der Übung an:

  • Reinigung der Nadis, der feinstofflichen Energiekanäle
  • reinigt und öffnet die Nasendurchgänge
  • beugt Allergien, Heuschnupfen, Asthma und Erkältungen vor
  • hilft den Zuckerspiegel auf normalem Niveau zu halten
  • senkt den Stresspegel im Körper
  • gleicht das sympathische und parasympathische Nervensystem aus
  • fördert die Konzentrationsfähigkeit
  • führt zu innerer Ruhe und Kraft
  • gleicht emotionale Schwankungen aus
  • die linke und rechte Hirnhemisphäre werden ausgeglichen

Na, wenn das mal keine Wunderwaffe ist … 😉

Genießt den Winter! Claudia

 

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